Die Kirche und Munition - Patronensammlervereinigung

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Die Kirche und Munition

Patronengeschichte

12,7 mm Remington Papal (Pontifical, Papst)

Sehr interessantes Stück aus der Zeit um 1868. In der Zeit von 1860 bis 1870 herrschte im heutigen Italien Krieg zwischen Papst Pius IX und seiner Schweizer Garde, unterstützt von Truppen aus Frankreich und Belgien, gegen König Vittorio Emmanuele, an dessen Seite Garibaldi. 1867 orderte der Papst Chassepot-Gewehre bei den Gebrüdern Nagant in Lüttich/Belgien, danach Remington Gewehre bei Westley-Richards in London. Diese wurden dann von Nagant unter der Aufsicht und Kontrolle von Herrn Remington gebaut bzw. abgenommen. Ein deutliches Zeichen für solche Waffen ist der Kreuz-Stempel. Der Legende nach sollen 12 besonders schöne Exemplare, die von 12 Lüttichern Büchsenmachern gefertigt und bezahlt wurden an den Vatikan gegangen sein, die den Namen die 12 Apostel tragen. Ein speziell angefertigtes Stück wurde am 24.01.1869 an Papst Pius IX überreicht. Es trägt die Inschrift "in cruce domine unico salus" - das einzige Heil ist das Kreuz unseres Herrn.

Der Krieg war am 20.September 1870 verloren, nachdem Frankreich unter Napoleon III seine Truppen abziehen musste, um den Krieg gegen Preußen führen zu können.

Erst im Jahre 1929 wurde durch ein Abkommen zwischen Mussolini und dem Papst der Vatikan ein eigener Staat - der kleinste der Welt.

Diese Patrone ist mit der Patentzündung von Bachmann in Brüssel versehen.

 
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